Innovatives Hauswirtschaften im Stadtkern: Projekt OPENhauswirtschaft ist IBA Kandidat

Das F&E; Projekt OPENhauswirtschaft im Nordbahnviertel wurde als Vorzeigeprojekt für radikale Nutzungsmischung im neuen Stadtquartier als IBA Kandidat ausgewählt.

Nordbahnviertel © Peter Rippl

 

Unter dem Motto „Neues soziales Wohnen“ zeigt die Internationale Bauausstellung Wien 2020 innovative Modelle und Verfahren des sozialen Wohnens, die von besonderer Relevanz für die Zukunft sind. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Mobilität, guter Nachbarschaft, Gesundheit und Leistbarkeit.

In Wien mangelt es derzeit an leistbaren und kleinteiligen Gewerbeflächen. Hier setzt das Projekt OPENhauswirtschaft im Nordbahnviertel an, welches fehlende Flächen selbst schafft und damit Impulse für die Nutzungsmischung im Stadtkern setzt. Aus diesem Grund nimmt das Projekt eine Vorreiterrolle in der Anregung der Kleingewerbeentwicklung in neuen Stadtquartieren ein.

Die HausWirtschaft, Baugemeinschaft und Raumunternehmen gleichzeitig.

Unter dem Dach des F&E Projektes OPENhauswirtschaft entsteht ein gemeinwohlorientiertes Gebäude und Unternehmen zum Wohnen UND Arbeiten – zu gleichen Teilen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die partizipative Gestaltung des Prozesses und die Beteiligung der zukünftigen NutzerInnen gelegt.

Das radikal nutzungsgemischte Gebäude beantwortet Fragen der Nutzungsmischung, des neuen Arbeitens und der nachhaltigen Entwicklung in einem Neuen Sozialen Quartier im Sinne der IBA Wien 2022. Es zeigen sich im Rahmen des Projektes weitere Experimentierfelder, die im Kontext der IBA relevant sind, dazu zählen u. a. die Gestaltung des Prozesses und die rechtliche Organisation als Genossenschaft. Denn die Hausgemeinschaft wird als gemeinwohlorientierte Genossenschaft konzipiert, wobei der Genossenschaftsgedanke auf die Kombination von Arbeiten und Wohnen ausgeweitet wird.

Innovatives Hauswirtschaften.

Das Projekt stellt langfristig leistbare Räume zur Verfügung. Es entstehen 45 Wohnungen und 3.500 m² arbeitsbezogene Fläche für etwa 250 Arbeitende und/oder Wohnende. Zudem werden in der Tradition des sozialen Wohnbaus zahlreiche Gemeinschaftsflächen sowie eine geteilte Infrastruktur realisiert, sodass Leistbarkeit in hoher Qualität ermöglicht wird. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Die HausWirtschaft soll in das gesamte Viertel strahlen und sich nach außen, für alle interessierten NachbarInnen, öffnen. Dabei werden Kooperationen und Synergien in der Umgebung angestrebt, beispielsweise mit dem benachbarten Bildungscampus oder zwischen der neuen Musikschule und dem hauseigenen Kulturbereich.

Die IBA Wien begleitet das Projekt und macht die Erkenntnisse für die Öffentlichkeit sichtbar.

Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms “Smart Cities Demo – Living Urban Innovation 2018” durchgeführt.