Zirku­läre Poten­ziale der obso­leten Stadt

1. Juli 2026

14:30   AUSSTELLUNG UND PRÄSENTATIONEN / TU
Ort: TU Wien, Karlsplatz 13 , Hof 2 – Luftpavillon

Einblicke in die Studierendenprojekte der Field Trips #11 nach 
Rotterdam, Amsterdam, Rijeka, Genua, Maastricht und Thessaloniki

18:00 VORTRAG & DISKUSSION / Az W
Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien; Podium

Zirku­läre Poten­ziale der obso­leten Stadt

Vortrag von Stefan Rettich (Autor „Die obsolete Stadt“, Architekt, Gastprofessor TU Wien)
Impuls von Habitat 2030 (Katharina Kothmiller/nonconform und Lina Streeruwitz/StudioVlay Streeruwitz) Diskussion mit Nicole Kirchberger (Klima- und Energiefonds), Amila Širbegović (Stadt Wien/MA 50); Moderation: Lene Benz (Az W) und Andreas Bernögger (future.lab, TU Wien)
 

AUSSTELLUNG (Luftpavillon TU Wien)

Viele Städte stehen vor einer Herausforderung, die auch eine Chance sein könnte. Gebäudetypen und Infrastrukturen, die über Jahrzehnte das urbane Leben geprägt haben, verlieren aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Transformationen ihre Funktion

„Will man dem Klimawandel begegnen, muss das Wachstum der Städte konsequent nach innen gelenkt werden. Und dort braucht es Ressourcen, die es aber anscheinend nicht gibt.“ So Stefan Rettich und Sabine Tastel in ihrer 2025 bei Jovis erschienenen Publikation Die obsolete Stadt (S. 20), die die inhaltliche Grundlage für dieser Ausstellung bildet.

Verkehrsbauten, Parkhäuser, Industriebauten, Infrastrukturen oder Orte der Alltagskultur werden obsolet – oft bevor klar ist, was an ihre Stelle treten kann. Obsoleszenz ist kein zufälliges Phänomen, sondern eng mit gesellschaftlichen und technologischen Transformationen verknüpft: „Heute sind es drei Megatrends, die als Treiber die Raumentwicklung maßgeblich bestimmen, mit zum Teil disruptiven Auswirkungen: Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität.“ (Rettich & Tastel, 2025, S. 20)

Die Ausstellung findet im Rahmen der Field Trips #11, ein interdisziplinäres Masterprojekt der Architektur und Raumplanung, statt. Seit 2016 bieten die Field Trips den Rahmen für eigenständige Expeditionen in unterschiedlichste europäische Städte. Basierend auf dem im Rahmen eines Forschungsantrags gesetzten Forschungsschwerpunktes, führen die Gruppen meist eine sechs- bis zehntägige Feldforschung durch, in der experimentelle und kunstbasierte Methoden zum Einsatz kommen. Nach der Forschung geht es ans Auswerten und darum, wie die Erkenntnisse vermittelt und nach Wien zurückgetragen werden können!

Eröffnung: 1. Juli, 14:30 im Luftpavillon der TU Wien (Hof 2, Campus Karlsplatz)
Weitere Öffnungzeiten: 2. und 3. Juli vom 10:00 bis 17:00

VORTRAG UND DISKUSSION (Architekturzentrum Wien, Podium)

Klimakrise, Ressourcenknappheit und soziale Ungleichheiten verschärfen den Druck auf Stadtentwicklung und Architektur. Wie kann sich eine Stadt weiterentwickeln, ohne neue Flächen und Ressourcen zu verbrauchen und CO₂ zu verursachen? Welche Wege führen zur Bauwende?

Was passiert mit Städten, wenn gebaute Strukturen ihre Funktion verlieren und plötzlich Raum entsteht? Stefan Rettich spricht über das Potenzial der obsoleten Stadt und zeigt, welche Möglichkeiten im Weiterbauen, Nach- und Umnutzen stecken. Die Initiative Habitat 2030 stellt das Instrument der Ökobilanzierung vor, mit dem sich die beim Bauen entstehenden CO2-Emissionen berechnen lassen. Im Panel diskutieren Vertreter*innen aus Bund und Stadtverwaltung, Praxis und Forschung über ressourcenschonendes Bauen und den Bestand als Chance.

Vortrag: Stefan Rettich, Architekt, Gastprofessor TU Wien
Impuls Habitat 2030: Katharina Kothmiller, nonconform; Lina Streeruwitz, StudioVlay Streeruwitz
Diskussion zusätzlich mit: Nicole Kirchberger, Klima- und Energiefonds; Amila Širbegović, Stadt Wien – MA 50
Moderation: Lene Benz, Az W und Andreas Bernögger, future.lab

Eine Kooperation von Az W und future.lab der TU Wien. Mit Unterstützung vom Klima- und Energiefonds