Mobiles Stadtlabor

Das Mobile Stadtlabor ist eine temporäre Architektur, konzipiert und gebaut von 30 Architekturstudierenden der TU Wien. Die Idee ein mobiles Stadtlabor für die Fakultät für Architektur und Raumplanung ins Leben zu rufen wurde im Sommer 2012 von Dekan Rudolf Scheuvens lanciert und daraufhin von Peter Fattinger als Design-Build Lehrveranstaltung angeboten. Ab Herbst 2013 war das Mobile Stadtlabor in Betrieb wurde am Standort Karlsplatz Ort für unterschiedlichste diskursive Veranstaltungen, Workshops, Buchpräsentationen, Nachbarschaftstreffen, Ausstellungen, Feste etc. 2016 siedelte das Mobile Stadtlabor als OPENmarx nach Neu Marx.

2016 übersiedelte das Mobile Stadtlabor vom Karlsplatz nach Neu Marx und bildete OPENmarx. Seit September 2020 steht das Mobile Stadtlabor nun in St. Pölten im Sonnenpark und wird nun vom Kunst-und Kulturverein La Musique Et Sun (LAMES) betreut.

Das Mobile Stadtlabor diente der Plattform future.lab als Basisstation im öffentlichen Raum. Durch die Verortung des future.labs wurde einem der zentralen Ansprüche der Plattform, nämlich der Verknüpfung von Wissenschaft, Forschung, Entwurf und Alltagspraxis, Rechnung getragen und ein öffentlich zugänglicher, niederschwelliger Möglichkeitsraum geboten. Das Mobile Stadtlabor wurde als mobile räumliche Struktur konzipiert, die immer dort Präsenz zeigt, wo sich besondere Herausforderungen der Stadtentwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wissenschaft und Forschung abzeichnen. 

Seitdem das Mobile Stadtlabor im Herbst 2013 in Betrieb gegangen ist, wurde es für große Bandbreite an unterschiedlichsten Veranstaltungen und diskursiven Formaten genutzt. Es hat Menschen angezogen, aufgenommen, Ihnen den Rahmen geboten sich auszutauschen, zu vernetzten, Partnerschaften zu knüpfen und Inhalte zu diskutieren. Dem Anspruch nicht nur räumliche Aussenstelle der Universität zu sein, sondern weit darüber hinaus auch eine Relevanz für die Bewohner- und Nutzer*innen des Karlsplatzes und des Grätzels zu haben und damit Umfeld und Universität einander näher zu bringen, hat es Rechnung getragen. Das Mobile Stadtlabor war Zentrale für eine ganze Reihe an Festivals, wie ur5anize! – Internationales Festival für urbane Erkundungen (2014), das Design-Festival Vienna Open (2014 und 2015) sowie das Kurzfilmfestival VIS – Vienna Independent Shorts (2015). Zahlreiche Veranstaltungen fanden an der Schnittstelle von Wissenschaft, Forschung, Entwurf und Alltagspraxis statt, Präsentationen von Entwürfen aus der Fakultät, Workshops, Buchpräsentationen, Vorträge, Vernetzungstreffen und gemeinsames Kochen mit der Nachbarschaft, Ausstellungen etc.

Durch seine große Bandbreite an räumlicher Vielfalt, erzeugte das Mobile Stadtlabor immer wieder Momente der Überraschung, selbst für jene, die es gut kennen. Tischtafeln, Kränzchen in kleiner Runde, Adventmärkte, Nachbarschaftstreffen, Treffen, die eine informelle Form des studentischen Austausches ermöglichten, Paneldiskussionen und TED Talks. Zehnköpfige Bands auf den Stufen und davor ein tanzendes Publikum. Vom Mobilen Stadtlabor aus wurden akustische Momente vom Karlsplatz gesendet. In diesem Zusammenhang war es Sendestation und dabei Ausdruck einer gelungenen Kooperation zwischen Künstler und Studierendenkollektiv. Mit dem Format der aus.büxen – Donnerstagsreihe des Studierendenkollektiv aus.büxen startete der Versuch einer offenen Plattform, in der eine informelle Form des studentischen Diskurses angeregt wurde – und das mit teils untypischen Werkzeugen und Methoden. Darunter Poetry Slams, Kunstgewerbemärkte, Filmvorführungen, Spieleabende oder gemeinschaftliches Kochen. Dabei wurden jeden Donnerstag Potentiale des Gebäudes in Verbindung mit dem öffentlichen Raum ausgelotet. Neben Raum für Vorträge, Workshops und andere öffentliche Veranstaltungen bot das Stadtlabor auch Platz für 12 studentische Arbeitsplätze für DiplomandInnen der Fakultät.

Zuständig für die Programmierung des Stadtlabors war bis August 2020 das future.lab-Team gemeinsam mit Partner*innen und Studierenden.

Konzeption und Aufbau
30 Studierende:
Betreuung design built studio
Peter Fattinger, Forschungsbereich für Wohnbau und Entwerfen, TU Wien
Standorte
Karlsplatz (2013–2015), Neu Marx(2015_2020), Sonnenpark St. Pölten (2020–)
Projektbetreuung zwischen 2012 und 2020
future.lab: Martina Soi Gunelas, Anna Kokalanova, Madlyn Miessgang, Teresa-Elisa Morandini, Astrid Strak